music, technology

Lautsprecher shootout respektive shoutout (loud) – Teil 3

So, jetzt geht es an den ersten Hörtest.

Anfangs war ich ja sehr begeistert von der BR1, das hat sich jetzt etwas relativiert. Erste Hörrunde geht hier mit einem „fast“ unentschieden zwischen Mohr und Canton aus, die Monitor Audio wird auf den letzten Platz verwiesen.

Gehört wird Dire Straits „money for nothing“.

Die Mohr hat einen angenehmen Klang, eine in meinen Augen angenehme Bühne (die Musik kommt nicht nur von vorn bzw recht oder links, sondern man hat den Eindruck, nah am Rand des Geschehens zu sitzen). Der Bass ist präzise und sehr präsent. Die Höhen sind in meinen Augen auch klar.

Im Vergleich zur Canton fehlen der Mohr (ich nenne es mal) die Mitten, dafür ist hier der Bass etwas zurückgenommener wobei immer noch sehr präsent. Die Canton mit nem guten Subwoofer wäre wahrscheinlich perfekt.

Die Monitor Audio enttäuscht auf ganzer Linie. Es kommt keine Bühne zustande, die Musik kommt einfach nur von vorn und wird zu einem, in meinen Ohren, Klangbrei. Das ist jetzt vielleicht ein hartes Urteil, aber im Vergleich zu den beiden anderen klingt es einfach so.

Achja, die Canton ist um einiges lauter als die beiden anderen Boxen.

Nächstes Lied: Fred Hunt „all our yesterdays (medley) / yesterday when i was young“

Hier ein ganz anderes Bild. Die Canton, in meinen Ohren gibt die Bühne präzise wieder, das Klavier bleibt die ganze Zeit im Vordergrund. Bass und Schlagzeug begleiten dieses, der Bass trägt nicht zu dick auf und auch die „Besen“ auf dem Schlagzeug sind nicht zu übertrieben hoch. Insgesamt stimmig.

Ganz anders die Mohr, solange nur das Klavier spielt ist alles „fast“ in Ordnung, es klingt nicht ganz so „spritzig“ sondern son bisschen als stünde es hinter einem dünnen Vorhang. Allerdings ist es komplett vorbei als der Bass anfängt, der schiebt sich dermaßen in den Vordergrund und das auch nicht präzise, sondern als wummernder Klangteppich. Durchgefallen.

Ich bin gespannt auf die Monitor Audio. Erwarte hier auch wie zuvor eine Enttäuschung. Nach den ersten Anschlägen auf dem Klavier ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Die Bühne baut sich nicht auf, das Klavier kommt einfach von vorn, aber es ist kein Klangbrei, die Töne des Instruments werden präziser wiedergegeben als bei der Mohr, das Klavier steht auch nicht hinter einem Vorhang. Sobald Schlagzeug und Bass einsetzen ist plötzlich auch die Räumlichkeit da, zwar nur in Form einer kleinen Bühne, aber immerhin. Der Bass ist, ähnlich wie bei der Canton eine schöne Begleitung im Hintergrund, nicht so stark, aber das ist, denke ich, der Größe der Box geschuldet und ebenso der Besen auf dem Schlagzeug nicht übertrieben in den Höhen.

Klare Reihenfolge hier Canton, Monitor Audio und abgeschlagen die Mohr

Auf zum nächsten Titel: Enya „orinoco flow“

Hier stellt man wieder fest wie schlecht (für mein Gefühl) diese CD produziert ist, keine Dynamik.

Die Canton macht hier noch das Beste draus, Höhen sind da, Mitten und enormer Bass. Bei der Mohr ist es wieder so, dass irgendwas fehlt, die Mitten, der Bass steht immens im Vordergrund. Und ich glaub, die Monitor Audio sind einfach zu klein um die im Wohnzimmer zu testen, keine Bühne, Klangbrei wie von Computerlautsprechern. Oder die passen nicht zu dem Verstärker / CD-Player. CD schnell ausmachen, klingt einfacher grausam.

Jack Johnson „times like these“

Den Mohr-Lautsprechern wird der Bass zum Verhängnis, der überlagert alles, ich glaube daher rührt es, dass man meint, die Box hat keine Mitten (wenn das denn akustisch überhaupt sein kann). Die Canton präzise wie sonst auch, mit einem enorm präzisem Bass bei diesem Lied. Die Monitor Audio überzeugt mich auch nicht wirklich, Mini-Bühne aber schon ok,… naja,.. weiss nicht. Ich glaub die ist wirklich zu klein für diesen Raum.

Ich brech den Test jetzt hier ab, da sich hier für mich abzeichnet, dass die Canton hier als klarer Sieger aus der Runde geht.

Fazit:

Für 190 EUR das Paar bekommt man mit der Canton in meinen Augen eine verdammt gute Box, macht alles mit, kann ggf durch einen Sub unterstützt werden, braucht das aber nicht.

Die Mohr klingt nicht schlecht, zum Musikhören in meinen Augen allerdings ungeeignet. Für ne günstige Surroundzusammenstellung jedoch zu empfehlen, nen Sub sollte nicht notwendig sein, die wummert ziemlich tief.

Monitor Audio, tja, hat mich jetzt im Vergleich irgendwie enttäuscht, aber das liegt möglicherweise wirklich an der Größe.

Die Mohr geht zurück, die Canton kommt ins Schlafzimmer und die Monitor Audio werden als Surroundboxen genutzt bis bessere da sind.

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