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Schulklolyrik und Bombenalarm.

Man ist ja schon verdutzt, wenn samstags auf einmal das Ordnungsamt Köln bei einem klingelt. Zuerst denkt man, hä, hat der sich in der Klingel vertan, aber wenn der gute Mann sich dann erklärt wird einem schon ganz anders. „Bombenalarm, dieses Gebäude muss geräumt werden. Wenn sie keine andere Unterkunft haben, so gibt es für Sie eine Notunterkunft in der Schule soundso.“ Aha?! Nun denn, mitten beim Essen, war ja klar, also, fluchs nen paar Sachen gepackt und zu nem Freund gefahren. Auf dem Weg stellt man fest, das ganz Buchforst packt, die Läden schliesst und sich aus den beiden Sicherheitszonen entfernt. Naja, dacht ich, nachdem in allen Ecken Polizei, Feuerwehr und Rotes Kreuz sich versammelt haben, muss das wohl stimmen, mit der Bombe. Später, wollte ich dann doch mal zurück und zu Hause weiterarbeiten, man hatte mir gesagt, gegen 22Uhr wird die Bombe wohl entschärft werden, bin also auf dem Weg nach Hause und stelle fest, der Zugang zum Stadtteil wird immer noch verwehrt,.. was nun, der Freund ist irgendwo auf ner schwulen Party und ich bin hier auf der anderen Rheinseite, dann mal so eine „Notunterkunft“ angucken! Also, noch zwei Haltestellen weiter, und siehe da,.. große Schule und viel Rotes Kreuz. Drinnen dann viele Leute, hauptsächlich Alte, aber auch Familien mit Kindern, ein riesen Getümmel. Irgendwann gab es dann auch was zu Essen, für Getränke war durchgehend gesorgt und das DRK immer wieder versucht Informationen bezüglich Dauer und Länge der ganzen Entschärfung zu bekommen. Aber nichts. Auch gab es sonst nix besonderes, außer einem Hausmeister, der sich erstmal aufplustern musste, wieso da auf einmal mehrere hundert Leute in „seiner“ Schule sitzen und tratschen. Naja, der Chef vom DRK da war wohl sowas gewöhnt und hat das so ziemlich an sich abprallen lassen, ich konnte mir auch ein Lachen nicht verkneifen. Naja, irgendwann muss man ja dann auch die Getränke mal wegbringen und trifft dann auf ein Phänomen, was man bestimmt noch aus Schulzeiten kennt, genau, Schulklolyrik. IMG_0031.JPG Was der Autor mir aber genau sagen will, hat sich mir bis jetzt noch nicht erschlossen. Naja, jedenfalls, nachdem dann der Einsatzleiter der Feuerwehr mal kurz eingetrudelt ist und ich was von „halbe Stunde noch“ gehört hab, hab ich mich mal auf den Weg gemacht, und siehe da, keine Absperrungen mehr, nur riesen Konvois von Polizeifahrzeugen die grad auf dem Rückzug sind und mehreren Menschen die grad wieder nach Buchforst einströmen. Um ca ein Uhr bin ich dann wieder in der Wohnung gewesen und hab noch den Rest meiner Nudeln verputzt, kalt. :-DNaja, und in den Medien hab ich dazu nur eine kleine Notiz bei Radio Köln gesehen. Und den Witz von bombigen Zeiten und nem bombigen Wochenende, kann ich absolut nicht mehr hören 😉 GÄHN!

P.S.: Der Radio Köln Link ist tot, also nicht wundern, beizeiten werd ich mal schauen ob es da ein Archiv gibt.

P.P.S: neuer Link 

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